BUGS!

Das ist BUG, der nützliche kleine Helfer unserer Biobauern! Bei Nature & More werden ein Teil unserer Bio-Orangen ganz besonders verpackt: nämlich in einem Papier, das sich in einen Käfer verwandeln lässt, und der rollt bzw. krabbelt sogar! Alles, was Sie dafür tun müssen, ist: das Papier glattstreichen und die 4 Ecken zu Beinchen zwirbeln. Mit der so entstandenen Wölbung zurück auf die Orange setzen, leicht anschubsen – und ab geht der Krabbler! Am besten natürlich auf glattem Boden. Kinder & Katzen sind begeistert!

Obendrein vermittelt der Code „BUG“, den Sie auf unserer Website www.natureandmore.de eingeben können, Interessantes zu nützlichen Insekten im biologischen Landbau – anschaulich für Kinder aufbereitet! Denn dort leisten die Winzlinge wahrhaft Großes!

BUGS - der Film

 

Nützlinge
Biobauern dürfen keine künstlichen Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzen. Deshalb benötigen sie die Hilfe nützlicher kleiner Krabbler, um unerwünschte und für die Pflanzen gefährliche Insekten zu vertreiben. Die “guten” Käfer sind die natürlichen Feinde der schädlichen Insekten. Und für jeden Schädling gibt es mindestens ein Insekt, das ihn zum Fressen gern hat. Sobald unsere Biobauern einen Schädlingsbefall feststellen, schwirren die nutzbringenden Insekten zu ihrem Einsatz aus.

Auch wenn sich die „guten“ Käfer von den Schädlingen ernähren, müssen sie hart arbeiten, um alle Pflanzen zu beschützen. In jedem Fall aber tragen sie dazu bei, dass die Biobauern keine gefährlichen Chemikalien einsetzen müssen, um z.B. Blattläuse aus ihrem Gewächshaus zu vertreiben. Das ist viel besser für unsere Gesundheit – und auch für die Pflanzen, an denen unsere Lebensmittel wachsen, für die Arbeiter auf dem Bauernhof, den Boden, das Wasser, die Luft, und all die anderen Tiere.

Wir schauen hinter die Kulissen und stellen euch die fleißigen, hilfreichen Krabbeltiere ganz persönlich vor! Zeit, dass ihr euch kennenlernt!

Ein nützlicher Job
Schön, dich kennenzulernen! Wir sind die Schlupfwespen, Florfliegen, Raubmilben und Marienkäfer. Gemeinsam mit unseren winzigen Freunden im Boden, den nützlichen Pilzen und Bakterien, halten wir Schädlinge in Schach – ganz natürlich!

Jeden Tag krabbeln wir über unzählige Pflanzenblätter und halten Ausschau nach Beute. Schädliche Insekten stehen auf unserem Speiseplan. So helfen wir den Biobauern, die Pflanzen gesund zu halten, damit leckere Gurken, Tomaten oder Paprikas an ihnen wachsen können. Eine andere Freundin von uns ist die Hummel – sie hat aber gerade keine Zeit, denn sie muss ganz viele Blüten anfliegen und bestäuben. Aber keine Sorge, ihr lernt sie später noch kennen!

Was genau ist eigentlich ein Schädlingsbefall? Davon spricht man, wenn Pflanzen in kurzer Zeit von sehr vielen schädlichen Insekten befallen und zerstört oder sogar vernichtet werden. Darüber sind die Bauern nicht gerade glücklich, wie ihr euch vorstellen könnt. Denn sie leben davon, dass sie die Früchte dieser Pflanzen an uns verkaufen. Die Schädlinge jedoch saugen den Pflanzensaft aus, fressen ganze Pflanzenteile wie Blätter oder Knospen auf oder sorgen mit ihren Hinterlassenschaften dafür, dass Pflanzen nicht mehr genug Licht zum Wachsen bekommen. In jedem Fall wird die Pflanze durch den unerwünschten Besuch geschwächt oder erkrankt – und geht schließlich ein.

Ungebetene Gäste
Blattläuse vermehren sich sehr schnell und können innerhalb kurzer Zeit ein ganzes Gewächshaus bevölkern. Ihre natürlichen Fressfeinde wie die Schlupfwespe, die Florfliege und der Marienkäfer können das verhindern. Die Schlupfwesen machen das, indem sie einzelne Blattläuse aufspüren und mit ihrem Legestachel ein Ei in die Blattlaus legen. Aus diesem Ei schlüpft nach ca. 2 Tagen eine Larve, die sich von der Blattlaus ernährt.

Auch der Marienkäfer ist verrückt nach Blattläusen. Sowohl die ausgewachsenen Käfer als auch die Larven ernähren sich von ihnen und verspeisen 100 oder mehr Läuse pro Tag. Sie suchen die Pflanzen systematisch nach Läusen ab und halten der Pflanze bei ausreichendem Futterangebot sogar die Treue.

Auch Spinnmilben gelten als Schädlinge – Raubmilben sind ihre natürlichen Feinde. Sie saugen die Spinnmilben und ihre Eier einfach aus. Da sich die Raubmilben ausschließlich von den Spinnmilben ernähren, wandern sie ab oder gehen ein, sobald die Spinnmilben-Plage vernichtet ist.

Hummeln in Aktion
Hummeln sind unverzichtbar, wenn es darum geht, Blüten zu bestäuben. Denn nur bestäubte Blüten können später viele schöne Früchte hervorbringen, die wir ernten und essen können. Dazu fliegen die fleißigen Hummeln von Blüte zu Blüte, sammeln Blütenstaub ein und verteilen ihn gleichzeitig. Für den Einsatz in der Landwirtschaft wurden spezielle, transportable Hummel-Boxen entwickelt (z.B. von der Firma Koppert Biological Systems). Damit können die Hummeln ganz einfach zu ihrem Einsatzort (Gewächshaus oder Obstwiese) gebracht werden. Dort angekommen, schwirren die flauschigen Hummeln aus und verrichten sorgfältig ihre Arbeit – der Biobauer muss sich nicht weiter um sie kümmern.

Beim Bestäuben werden sie natürlich auch von anderen Nützlingen wie Schwebfliegen und Bienen unterstützt.

Bodenlebewesen
Die meisten Lebewesen leben nicht auf der Erde, sondern darin! Ein Esslöffel Erdboden kann mehr mikroskopisch kleine Bewohner enthalten, als Menschen auf der Erde leben. Und diese Mini-Krabbler sind oft super nützlich! Wusstest du zum Beispiel, dass Pflanzen einen wichtigen Teil ihrer Nahrung, nämlich Stickstoff, aus der Luft bekommen? Dafür sind sie jedoch auf die Hilfe von Bakterien und Pilzen aus dem Boden angewiesen, die den Stickstoff aus der Luft für die Wurzeln der Pflanze zugänglich machen! Dort, im Boden, gibt es übrigens auch Regenwürmer, Fadenwürmer, Milben, Asseln, Insektenlarven und viele andere mehr. Unter unseren Füßen passiert so einiges: es wird miteinander um Nahrung gekämpft, zusammengearbeitet und für ein natürliches Gleichgewicht gesorgt. 

Dankeschön!
Danke für deine Aufmerksamkeit. Wenn du bis hierhin gelesen hast, hast du schon eine ganze Menge gelernt über Käfer und andere Insekten – und wie sie dabei helfen, das natürliche Gleichgewicht zu wahren. Bestäubung durch Hummeln, natürliche Fressfeinde, Mikroorganismen im Boden: all die Winzlinge leisten eine riesengroßen Beitrag bei der Erzeugung leckerer, gesunder und natürlicher Lebensmittel!

Wir bedanken uns bei Koppert Biological Systems für die freundliche Bereitstellung von Fotos und Informationen zum Thema (© Koppert Biological Systems).

Sie sind hier

Mach dir doch einfach selbst einen Käfer!
Einige unserer Früchte sind in einem speziellen Papier eingewickelt. Das Papier musst du nicht wegwerfen – denn daraus kannst du dir ganz einfach selbst einen putzigen kleinen Krabbler basteln! Und so geht’s: Wickele die Orange aus dem Papier aus und streiche das Papier glatt. Achtung: die Orange noch nicht essen, du brauchst sie noch! Dann drehst du alle 4 Ecken des Papiers zu Zwirbel-Füßen ein. In der Mitte des Papiers entsteht eine Wölbung. Setze das Papier mit der Wölbung auf die Orange, lege die Orange mit dem Papier auf einen glatten Untergrund, zum Beispiel einen Tisch oder den Fußboden. Dann gibst du ihr einen leichten Schubs, und schon rollt die Orange bzw. krabbelt das Insekt los! Viel Spaß!

Orangen
Die BUG-Orangenpapiere findest du um unsere köstlichen Bio-Orangen gewickelt, die unter anderem von Gerasimos Karantinos aus Griechenland und Daniel Silva aus Chile kommen. Mehr über diese Bio-Bauern kannst du hier herausfinden! Wenn du eine ihrer Bio-Orangen mit Papier drum herum gekauft hast, kannst du einen witzigen Krabbelkäfer daraus basteln!

Biobauer Chris aus Holland über Insekten
Chris van der Sterre baut auf seinen Feldern in Südholland Bio-Rosenkohl an. Magst du Rosenkohl? Zugegeben, er gehört nicht gerade zu den beliebtesten Gemüsen. Trotzdem ist Chris mit seinem biologisch angebauten Rosenkohl ein ganz wunderbares Beispiel dafür, wie man mit nützlichen Insekten zusammenarbeiten und ganz auf giftige Schädlingsbekämpfungsmittel verzichten kann.

Doch lassen wir Chris einfach selbst zu Wort kommen: „Zwischen den Insekten herrscht ein natürliches Gleichgewicht, das ist mir gleich aufgefallen. Wenn es mehr Blattläuse gibt, nimmt auch die Zahl der Schwebfliegen zu, die sich von den Blattläusen ernähren. Der größte Unterschied zwischen der biologischen und der herkömmlichen Landwirtschaft ist meiner Meinung nach, wie man mit Insekten und Schädlingsbefall umgeht. Denn bevor ich Biobauer wurde, habe ich wie alle anderen konventionellen Bauern auch Insektenabwehrmittel auf meine Felder gesprüht. Bis zu zehn Mal jährlich drei verschiedenen Chemikalien. Im Bio-Anbau verbietet das Gesetz den Einsatz solcher, für Mensch und Umwelt oftmals giftigen Substanzen. Deshalb muss man als Biobauer andere Wege finden und eng mit der Natur zusammenarbeiten. Zum Beispiel mit Hilfe von Nützlingen wie den Schlupfwespen.

Oft bin ich auf meinen Feldern unterwegs und schaue mir ganz genau an, wie sich beispielsweise die Schwebfliegen-Population entwickelt. Viele Schwebfliegen sind ein sicheres Anzeichen dafür, dass die Zahl der Mehligen Kohlblattlaus gefährlich zunimmt. Die Schwebfliegen jedoch halten die Läuse in Schach! Ganz ehrlich, als ich noch ein konventioneller Bauer war, habe ich nie darauf geachtet. Die Chemie hat ja alles für mich erledigt. Heute aber gehe ich mit viel offeneren Augen durch die Welt – und das solltet ihr auch! Auch wenn sie winzig klein sind: die Welt der Krabbeltiere ist einfach großartig!“ Chris heeft Nature & More grower code 139.  

Die Nachhaltigkeitsblume

Die Nachhaltigkeitsblume ist der Kern unseres Geschäfts. Jeder Nature & More-Erzeuger hat seine eigene Nachhaltigkeitsblume. Sie gibt Auskunft über sein individuelles Engagement in den jeweiligen Nachhaltigkeits-bereichen. Mehr Infos hier.